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MOTORRÄDER

Die Laser-Rahmenlehre

Die LASER-Rahmenlehre ist ein Meßsystem, das durch die elektronische Richtungserkennung eines Laserstrahls die Vermessung beliebiger Punkte des Rahmens und der Hinterrad-Schwinge ermöglicht. Das System besteht aus einer rechtwinklig zur Lenkkopfachse fixierten Laufschiene mit dem darauf verfahrbaren Messwagen. Der Messwagen enthält, drehbar gelagert, einen Laser und den hochgenauen elektronischen Winkelmesser. Auf dem Display des Anzeigegerätes erscheint sofort der eingestellte Winkel des Lasers. Der Messbügel und passende Zentrierwellen machen die Schwingenachse als Ziel für den Laser sichtbar.

Der Laserstrahl wird durch Verdrehen des Lasers im Messwagen und Verfahren des Wagens auf der Laufschiene auf die zu messenden Punkte ausgerichtet. Der hochpräzise Winkelmesser mit einer Auflösung von 0,01º ermittelt den Winkel des Laserstrahls zum Messwagen und somit zur Lenkkopfachse des Rahmens.

Ein Tastendruck aktiviert das Anzeigegerät und die Messergebnisse erscheinen auf dem Display. Die Beurteilung erfolgt über den Vergleich mit den Soll-Daten des Motorradherstellers.
Prüfingenieure mit Kameras sind keine Sachverständige für Kraftfahrzeuge
In der Vergangenheit wurde bereits des Öfteren über Systeme berichtet, die vorgeben, dass durch Nutzung eines Kamerasystems, das durch den Meister in der Werkstatt bedient wird, Schadengutachten erstellt werden können. Werden diese Gutachten dann in voller Höhe honorartechnisch berechnet, nur um dem Reparaturbetrieb, der die Kamera bedient hat, ein möglichst hohes Entgelt zahlen zu können, ist der Vergleich mit unlauteren Schmiergeldern nicht weit. Bedauerlicherweise gibt es zu dieser Frage wenig verwertbare Gerichtsentscheidungen, doch hat immerhin das LG Gießen (Urteil vom 23.07.2013, AZ: 8 O 47/12) festgehalten, dass der Verbraucher darüber aufzuklären ist, falls wesentliche Teile des Gutachtens nicht durch den Sachverständigen, sondern durch die Werkstatt erbracht werden. Die meisten Kfz-Betriebe haben sehr schnell verstanden, dass diese Art der Gutachtenerstellung nur scheinbar Vorteile verspricht, die Beauftragung eines qualifizierten unabhängigen Sachverständigen vor Ort aber im Zweifel der bessere Weg ist. Umso überraschter musste man in diesen Tagen zur Kenntnis nehmen, dass offenbar eine Überwachungsorganisation offensichtlich mit dem Gedanken spielt, ihre Prüfingenieure mit Kamerasystemen auszustatten, um die Prüfingenieure ähnlich wie den Kfz-Meister der Werkstatt einzusetzen, um die Grundlagen dafür zu schaffen, dass an anderer Stelle ein Schadengutachten erstellt wird. Mitarbeiter einer deutschlandweit tätigen Überwachungsorganisation, die weder in Stuttgart, München, Köln oder Losheim ihren Sitz hat, haben um dringende und schnelle Hilfe gebeten, um die Pläne ihres Vorstandes noch verhindern zu können. Eine Kooperation sei mit dem System Live-Expert geplant und man suche derzeit offensichtlich Versicherer, die bereit sind, das Unternehmen mit der Erstellung von Schadengutachten mithilfe des Systems Live-Expert zu beauftragen. Aus den vertraulich überlassenen Unterlagen ist bekannt, welche Versicherungenangesprochen wurden. Ganz offensichtlich will man den frontalen Angriff gegen qualifizierte Schadengutachten der SSH oder der DEKRA, die sich im Wesentlichen dadurch auszeichnen, dass die Fahrzeuge höchstpersönlich in Augenschein genommen werden und das Gutachten abschließend durcheinen qualifizierten Kfz-Sachverständigen erstellt wird. Auch Auftraggeber aus anderen Bereichen wolle man von diesem System überzeugen. Sollten Auftraggeber – ganz gleich aus welchen Bereichen – ernsthaft mit dem Gedanken spielen, ein derartiges System zu unterstützen, wird mit ganz massivem Widerstand aus vielen Bereichen und nicht zuletzt der Mitarbeiter dieser hier namentlich bekannten Organisation zu rechnen sein. Gerade vor dem Hintergrund der hochkomplexen technischen Ausstattungen der Fahrzeuge ist die Vorstellung, dass künftig Gutachten mithilfe eines Kamerasystems sach- und fachgerecht bewertet werden, ein Angriff auf die Verkehrssicherheit und nicht zuletzt auch ein Beleg mangelnder Kompetenz im Umgang mit komplexer Fahrzeugtechnik.